90 Jahre Sportverein – Kommers am Kirmessamstag – Bronzene Ehrennadeln des Fußballverbandes Rheinland vergeben
Bei der Elkenrother Kirmes drehte sich in diesem Jahr alles um das 90-jährige Geburtstagskind, den SV Hildburg.
Elkenroth. Zum 33. Mal feierten die Elkenrother Ortsvereine am Wochenende gemeinsam ihre Kirmes. Diesmal stand das Volksfest ganz im Zeichen des Sportvereins (SV) Hildburg Elkenroth, der vor 90 Jahren gegründet wurde. Am Samstagabend gab es den obligatorischen Kommers im Festzelt.
Bürgermeister Konrad Schwan überbrachte die Glückwünsche der Verbandsgemeinde Gebhardshain:„Der SV Hildburg ist ein wichtiger Träger des sportlichen Geschehens in Elkenroth und in der Verbandsgemeinde.“ Positiv merkte er an, dass der SV Hildburg auf die Zukunft ausgerichtet sei. Denn die Angebote von Sportvereinen müssten aufgrund der Alterung der Gesellschaft in den kommenden Jahren angepasst werden. Schwan: „Ich hoffe, dass noch viele Leute den Weg in euren Verein finden.“
Ortsbürgermeister Peter Schwan bezeichnete den SV Hildburg als eine unverzichtbare Institution. Fast jeder fünfte Einwohner aus Elkenroth gehöre dem SV Hildburg an – alle Gesellschafts- und Altersschichten seien vertreten. Und noch einen positiven Aspekt hob er hervor: „Wer Sport treibt, lernt Spielregeln zu akzeptieren.“ Im Namen der Ortsvereine überbrachte Rosmarie Mockenhaupt Grüße an den SV Hildburg und wünschte viele sportliche Erfolge für die Zukunft. Zudem gab es von benachbarten Sportvereinen Glückwünsche. Auch der Moderator des Abends, Pfarrer Ulrich Bals, gratulierte: „Ich bin froh, dass ihr 90 Jahre auf dem Buckel habt, und ich hoffe, dass wir alle auch das 100. Bestehen feiern werden.“ Bei einem kurzen Abriss der SV-Historie unterlief Bals allerdings ein freudscher Versprecher, als er von „Step-Erotik“ statt „Step-Aerobic“ sprach. Bals nahm es jedoch – wie die Zuhörer im Zelt – mit Humor.
Viele Höhen und Tiefen seien in den vergangenen 90 Jahren gemeistert worden, sagte der Hildburg-Vorsitzende Lothar Mockenhaupt. Zu den Höhepunkten zählen sicherlich die im vergangenen Jahr gegründete Mädchenspielgemeinschaft und die in diesem Jahr ins Leben gerufene Frauenspielgemeinschaft. „Wer hätte das gedacht, dass Gebhardshain und Elkenroth so freundschaftlich und erfolgreich zusammenarbeiten können? Der Fußball hat es möglich gemacht“, sagte Mockenhaupt.
Auch Willi Simon, Vorstandsmitglied des Fußballkreises Westerwald/Sieg, zeigte sich von der Arbeit beim SV Hildburg begeistert. „Es ist aller Ehren wert, was in Elkenroth für Alt und Jung getan wird.“ Besonders angetan zeigte sich Simon von den Aktionen auf dem DFB-Minispielfeld. In keinem der Orte mit Minispielfeld im hiesigen Fußballkreis werde das so toll gemacht wie in Elkenroth. „Ich sage das ganz bewusst: Davon sollten sich andere eine Scheibe abschneiden.“ Simon überreichte anschließend Bronzene Ehrennadeln des Fußballverbands Rheinland für mehr als 15 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit an Friedhelm Wisser, Gerhard Schmittner, Albert Mockenhaupt, Dieter Pfau, Martin Mockenhaupt und Stefan Hüsch.
Die Kirmesjugend hatte vor dem Kommers den Kirmesbaum aufgestellt. Als Kirmesmänsch wurde in diesem Jahr die Justitia samt Schwert und Waage sowie dem Spruch „Steh uns bei“ am Baum befestigt. Die Dekoration im Festzelt wartete mit einem besonderen Gimmick anlässlich des Hildburg-Jubiläums auf: Anstatt Vasen für die Blümchen wurden ausgediente Fußballschuhe benutzt.
Für den musikalischen Rahmen des Kommers und beim Tanz danach sorgte der Musikverein Harmonie Elkenroth unter der Leitung von Marian Zygmunt und mit Sänger Benno Mockenhaupt. Gemeinsam mit dem Spielmannszug Steinebach und der Freiwilligen Feuerwehr gab der Musikverein Harmonie zum Abschluss der Feierstunde den Großen Zapfenstreich. Bereits am Freitagabend fiel der Startschuss zur Elkenrother Kirmes. Dabei heizte vor allem Schlagersänger Jürgen Milski, bekannt aus dem TV-Container „Big Brother“, dem Publikum ein.
Quelle: www.rhein-zeitung.de