Gründung & Zielsetzung
Wie alles begann… - Die Gründerjahre
Am 21. Juni 1908 trafen sich auf Einladung von Vikar Brungs, junge katholische Männer zur Gründung eines katholischen Jungmännervereins. Eine Woche später (am 28. Juni 1908) folgte die Gründungsversammlung.
Die Statuten, die in jener Woche erarbeitet worden sind, wurden einstimmig angenommen und der Verein wurde gegründet. 29 Mitglieder ließen sich an Ort und Stelle einschreiben. Auf dieser Versammlung wurde folgender 1. Vorstand des Vereins gewählt:

1. Vorsitzender: Alois Büdenhölzer
Schriftführer: Alois Leßnig
Kassierer: Peter Baldus
Zielsetzung des Vereins
Die Gestaltung des religiösen und gesellschaftlichen Zusammenlebens in der Gemeinde gehörte zu diesen Zielsetzungen. Es wurden regelmäßig Vortragsveranstaltungen zu religiösen, politischen und gesellschaftlichen Themen und sportlichen Wettbewerben wie Fuß- und Faustball angeboten. Alle zwei Monate gingen die Jungmänner gemeinsam zur heiligen Kommunion.
Der erste Ausflug führte nach Kirchen an der Sieg, zu Fuß natürlich (da Auto fahren früher noch Luxus war). Am 28.Oktober 1908 wurde Vikar Brungs von Bischof Dr. Michael Felix Korum offiziell als Präses eingesetzt. Weihnachten wurde im Kreise aller Vereinsmitglieder gefeiert. Außerdem nahmen die Mitglieder des JVEs an der vom örtlichen Kriegerverein veranstalteten Festversammlung zum Geburtstag des Kaisers teil. Präses Vikar Brungs hielt die Festrede und Schriftführer Leßnig referierte über die Sozialreform in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts.
Die Bevölkerung Elkenroths nahm mit Interesse Anteil an den Aktivitäten der Jugend. Die Bildungs- und kulturellen Veranstaltungen bereicherten das Gemeindeleben außerordentlich. Und schnell war der Verein aus dem Dorf nicht mehr wegzudenken.
Zu allen Veranstaltungen, Vorträgen, Versammlungen, usw. mussten alle Vereinsmitglieder erscheinen. In jenen Jahren entstanden Jungmännervereine auch in vielen anderen Dörfern. Die Vereine pflegten einen regelmäßigen Gedankenaustausch, z. B. durch gegenseitige Besuche. Der einzige Verein, der überlebt hat ist der JVE.