Blütezeit

Die Blütezeit

Am 1. Oktober 1930 übernahm Vikar Kühnen als Präses die Leitung des Vereins und trug durch das strenge Regiment zum Aufblühen des Vereins bei.

1931 wurde der Verein in zwei Altersklassen aufgeteilt: 14 bis 17 Jahre und 18 Jahre bis zur Eheschließung. Der Monatsbeitrag wurde auf 30 Pfennig festgesetzt. Präfekt war nun Titus Brenner (bis zum Herbst 1933).

Die frühen dreißiger Jahre waren geprägt von Arbeitslosigkeit und wirtschaftlichem Niedergang. Von 65 Mitgliedern des Vereins hatten im November 1930 lediglich 7 einen Arbeitsplatz, d.h. 90% der Jungmänner waren arbeitslos. Es wurde ein Ortsausschuss zur Betreuung der Arbeitslosen gebildet, der dafür sorgte, dass in der alten Schule in Elkenroth eine Stempelstelle für die Gemeinden Elkenroth, Kotzenroth, Nauroth, Kausen, Dickendorf und Molzhain eröffnet wurde.

Im April begann die Planung zum Bau eines neuen Sportplatzes. Schienen und Kipploren stellten die Eiserfelder Steinwerke zur Verfügung, Basaltsand die Linzer Basalt AG und den Transport von ca. 280 cbm Sand übernahm Josef Brenner mit seinem Autolastwagen. Die Waldinteressentenschaft Elkenroth stellte über 200 Tannen zur Errichtung einer Umzäunung und von Sitzbänken zur Verfügung.

Am 14. Juni 1931 konnte der Sportplatz bereits eingeweiht werden.

In welcher Blüte der JVE stand, zeigt das Programm fürs Winterhalbjahr von November 1931 bis Ostern 1932:

Vorträge, Spiel- und Liederabende, Theateraufführungen, Adventsabend, Weihnachtsfeier, Bunter Abend mit Kappenzwang...

Im Jahre 1931 gab es aber auch eine harte Auseinandersetzung:

In Elkenroth hatte sich in Konkurrenz zur DJK ein neuer Sportverein gegründet. Diese Gründung wurde vom JVE sehr bedauert, da in der DJK alle willkommen waren, egal welcher Konfession sie angehörten, wenn sie nur ordentliche Menschen und Mitglieder im JVE sein wollten. Der Grund für die Neugründung war, dass sich viele nicht dem Präses des Vereins unterordnen wollten. Der DJK beschloss, dem neuen Sportverein das Spielen auf dem DJK eigenem Sportplatz nicht zu gestatten.

Vikar Kühnen organisierte einen freiwilligen Arbeitsdienst in Elkenroth. Dies galt, aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit, als “Arbeitsbeschaffungsmaßnahme”. Unter Anderem wurde der Kirchplatz erneuert und von einer Basaltmauer umgeben, der Sportplatz wurde bepflanzt und Drainageröhren wurden dort verlegt.

Ein letztes Highlight war die Feier zum 25-jährigen Bestehen des JVEs. Gefeiert wurde über 5 Tage. Der Festablauf war geprägt von Segensandachten, sportlichen Wettkämpfen, Theateraufführungen, Musikdarbietungen und eines Tanzabends.

Aktualisiert (Freitag, den 06. November 2009 um 14:54 Uhr)