1980 bis heute
Der JVE von 1980 bis heute...
Das 75-jährige Bestehen des Vereins wurde im Jahre 1983 an der Elkenrother Kirmes gefeiert, die in diesem Jahr zum ersten Male in einem Festzelt stattfand. Samstags morgens wurde ein Fußballturnier für Jugendgruppen durchgeführt, abends war dann das traditionelle Kirmesbaum aufstellen und der Festkommers. Höhepunkt des Jubiläums war die feierliche Einweihung eines vom Verein gestifteten Mahnmals auf der „Hoh“ am Sonntag nach dem Festgottesdienst. „Das Kreuz soll uns zu christlichem Leben in unserer Gemeinde mahnen, so Günther Hüsch am Samstagabend beim Festkommers anlässlich des 75. Geburtstages des Jungmännervereins Elkenroths“ (Inhalt Pressebericht August 1983).
Komplett erneuert wurde das Kreuz zum 85-jährigen Bestehen des Vereins und im Jahre 2000, wo es wieder feierlich eingeweiht wurde. Seit fast 25 Jahren kümmert sich der JVE nun jährlich um die Erhaltung des Kreuzes.
In dem Jahresbericht von 1981 liest man, dass der JVE in diesem Jahr zum ersten Mal Stoff für Kirmeshemdchen gekauft hatte. Fleißige Helfer und Helferinnen nähten in der Woche vor der Kirmes den Stoff. Alle Interessierten konnten sich für 10 DM ein solches Hemdchen kaufen.
Der Jungmännerverein, der schon seit langer Zeit die Kirmesjugend verwaltet, (weil alle Mitglieder der Gruppe auch Mitglieder im JVE sind) beteiligt sich noch heute aktiv an der Elkenrother Kirmes. Die Kirmesjugend ist seit jeher für das Fällen, Schmücken und Aufstellen des Kirmesbaums verantwortlich. Momentan besteht sie aus 60 Mitgliedern und in jedem Jahr sucht sie ein „Kirmesmänsch“ aus, das den Baum in luftiger Höhe ziert.
Am 29. September 1986 wurden erste Details zu der Nutzung der Kellerräume im Haus Elisabeth zwischen dem Pfarrverwaltungsrat und dem Jungmännerverein geklärt. Bei diesem Treffen wurde beschlossen, dass diese Räume in Zukunft dem JVE als Jugendraum zur Verfügung stehen sollten. Am 15. Oktober 1986 begannen die Arbeiten im JVE-Raum.
1992 nahm man zum ersten Mal mit einer Gruppe an einem Karnevalsumzug in Scheuerfeld teil. Einige Vorstandsmitglieder und freiwillige Helfer hatten kurzfristig einen Lastkraftwagen (der Fa. Mai) zu einem Wikingerschiff umgebaut. Wie viel Spaß die Gruppe vor und nach dem Zug hatte zeigt folgendes Zitat aus der Vereinschronik: „Am Ende des Zuges hatte unser Sitzungspräsident dann den „Geistesblitz“ einen Umzug durch Elkenroth durchzuführen, wobei wir die Prominenz des Ortes durch Ständchen baten, etwas gegen unseren Durst zu spenden. Hierbei hatten wir immerhin soviel Erfolg, dass schon am Vorabend unserer Hauptsitzung einige lädiert nach Hause wankten.“
Am darauf folgenden Tag wurde mit der Rosenmontagssitzung das 60-jährige Jubiläum des Karnevals beim JVE gefeiert. Normalerweise sollte dies schon im vorigen Jahr geschehen, wegen des Golfkriegs musste der Karneval 1991 abgesagt werden. Bei der Jubiläumssitzung konnte man auch zum ersten Mal einen themenbezogenen Karneval erkennen: „Karneval auf hoher See, bot 60 Jahr der JVE“. Zu diesem seemännischen Motto wurde sogar ein aufwendiges Bühnenbild gemalt – so fand sich der Elferrat auf der „MS Elkenroth“ wieder. Noch immer ist der Elkenrother Karneval einer der Hauptaktivitäten des Jungmännervereins.
Hier stehen jährlich die Besuche bei befreundeten Karnevalsvereinen, die Rathausstürmung und die Teilnahme an Karnevalsumzügen in der Umgebung auf dem Programm. Hauptbestandteil der karnevalistischen Aktivitäten ist aber immer noch die Große Prunksitzung am Rosenmontag. Das Große Hofballett, Büttenredner, Teenieballett Gruppen und weitere humoristische Vorträge begeistern immer wieder das närrische Volk.
1993 galt es dann, das 85-jährige Vereinsjubiläum zu feiern. Die Planungen für das Fest begannen schon Ende 1992 und wurden vom Vorstand und einem gewählten Festausschuss bestens vorbereitet. Zu diesem Fest wurde sogar eine Festschrift erstellt, in der man die Historie des Vereins nachlesen konnte. Gefeiert wurde über zwei Tage im Bürgerhaus.
Ein paar Jahre später musste der Jungmännerverein eine schwere Zeit durchmachen, in der öfter die Frage aufkam, ob man den Verein auflösen sollte oder ob noch ein Interesse an den Zielen des Vereins besteht. 1998 war das Vereinsleben für ein halbes Jahr gestorben und der JVE handlungsunfähig gemacht. Der Karneval 1997/98 war die vorerst letzte Aktion und bis Dezember war der Jugendraum geschlossen.
Da der Seniorennachmittag in diesem Jahr nicht ausgerichtet werden konnte, lud unser Präses zu einer Vorstandssitzung ein, in der die weitere Vorgehensweise beraten werden sollte. Zu dieser Zeit war schon unser derzeitiger Präses, Pfarrer Ulrich Bals, im Amt, der die Jugend immer gut unterstützte und den Verein durch sein Einschreiten vor der Auflösung gerettet hat. Nach dem Treffen mit dem Vorstand wurde zu einer Mitgliederversammlung eingeladen. Dort stellte unser Präses die aktuelle Situation im Verein vor. Auf der Versammlung wurde beschlossen, dass dem JVE neue Ziele gegeben und das diese Ziele auch durchführbar sein müssen. Dazu wurde ein Gremium gebildet, das sich mit einem Konzept für die Zukunft des JVE beschäftigt.
An der Jahreshauptversammlung Ende Mai wurde dann ein neuer Vorstand gewählt und das erste Ziel des neuen Vorstandes sollte die Durchführung der traditionellen Veranstaltungen sein und das Vereinsleben zu reaktivieren. Die erste Aktion des neu gewählten Vorstandes war die Wiedereröffnung des Jugendraumes durch eine Disco. Der Raum wurde dann in den Sommerferien renoviert. Außerdem musste die Mitgliederliste auf einen aktuellen Stand gebracht werden, weil diese seit 1997 nicht mehr aktualisiert wurde, daher wurde ein Rundschreiben an alle Mitglieder gesendet. Nach zwei Rundschreiben zählte der JVE wieder 96 Mitglieder, wobei der Vorstand auch wieder jüngere Mitglieder für die Vereinsarbeit begeistern konnte.
Mittlerweile hat sich das Vereinsleben wieder normalisiert und ist so aktiv wie zuvor. Der JVE trägt wieder mit zahlreichen Aktivitäten zur Gestaltung des Dorflebens bei. Zu den jährlichen Veranstaltungen gehören unter anderem Karneval, Seniorennachmittag, Altkleidersammlung, Friedhofsreinigung und das Mitwirken an der Kirmes.
Mit Spenden für wohltätige Zwecke macht der Verein immer wieder auf sich aufmerksam, so werden zum Beispiel durch die Veranstaltung des Seniorennachmittags Jahr für Jahr beachtliche Beträge gespendet.
Im Jubiläumsjahr hat der Verein 123 aktive und fördernde Mitglieder. Seit einigen Jahren hat sich eingebürgert, dass mit der Eheschließung nicht mehr automatisch das Ende der Mitgliedschaft im Jungmännerverein eintritt.
Viele zahlen weiterhin ihren Jahresbeitrag von derzeit sieben Euro und fördern so die Arbeit des Vereins. Der JVE-Raum, in den Kellerräumen des Hauses Elisabeth, ist dienstags und freitags ab 19.30 Uhr für die Elkenrother Jugend ab 15 Jahren geöffnet. Dort trifft man sich regelmäßig zum Plaudern, DVDs anschauen, Spielen etc. Ab und zu finden sogar Mottopartys im JVE-Raum statt, wie z. B.: ein zünftiges Oktoberfest, oder eine Karnevalsdisco.
Seit Ende der 1990-er Jahre kann man sich regelmäßig über die Aktionen im JVE auf der vereinseigenen Internetpräsenz unter der Adresse http://www.jv-e.de/ informieren.
Ausblick auf die Zukunft
Auch über das Jubiläumsjahr hinaus setzt sich der Jungmännerverein das Ziel, weiterhin in der Dorfgemeinschaft aktiv mitzuwirken. Dabei gilt es, die Veranstaltungen an Karneval, Seniorennachmittage und das Aufstellen des Baumes am Kirchweihfest weiterhin durchzuführen und die überlieferten Traditionen zu bewahren. Wichtiges Ziel war, ist und soll es bleiben, eine Gemeinschaft für die Elkenrother Jugendlichen darzustellen und ihr religiöses und gesellschaftliches Zusammenleben zu gestalten.
Dem Jungmännerverein gilt der Gruß, der seit Beginn des 100-jährigen Vereinslebens stand:
Gott segne die christliche Jugend!