1. Weltkrieg & Wiedergeburt

Der 1. Weltkrieg

Die Weiterbildung der Vereinsmitglieder durch Vortragsveranstaltungen wie z.B.:

  • Die Völkerwanderung
  • Die Zeit der Christenverfolgung
  • Was kann die Jugend für ihre Gesundheit tun?
  • König Alkohol?

war auch ein vorrangiges Ziel des JVEs.

1910 wurde eine Turnabteilung gegründet, in die sich 24 Mitglieder eintrugen. Aus dieser Turnabteilung wurde später die Deutsche Jugendkraft (DJK), eine wichtige Unterabteilung des JVEs.

1911 schaffte sich der Verein eine Vereinsfahne an, die am 14. Mai zusammen mit der Fahne des Jungfrauenvereins geweiht wurde. In diesem Jahr wurde auch eine Musikabteilung gegründet, die alle Vereinsfeiern gestalten sollte.

Mit dem Beginn des 1.Weltkrieges kam das Vereinsleben im Spätsommer 1914 vollständig zum Erliegen, da nahezu alle Mitglieder ins Feld ziehen mussten.

 

Die Wiedergeburt

1915 wurde der Verein auf Grund der Kriegsereignisse durch Vikar Salz aufgelöst. Nach Ende des ersten.Weltkrieges dauerte es 5 Jahre, bis der Verein Anfang 1923 durch die Initiative des Vikars Kornbrust seine Tätigkeit wieder aufnahm. Gründungsgeschichte und Wiedergründung 1923 machen deutlich, wie sehr zur damaligen Zeit die Vereine durch die Präsiden geprägt waren.

1924 gab sich der Verein ein neues Statut, da die schon beschlossenen Statuten nach der Vereinsauflösung nicht wieder gefunden werden konnten.

 

Reifezeit

Durch Vortragsabende, Versammlungen und aktive Beteiligung am Dorfgeschehen stieg die Mitgliederanzahl nach der Wiedergeburt des Vereins bis zum 1. Januar 1924 auf 68 Mitglieder.

Neue Unterabteilungen wurden gegründet:

  • die Tambour-Kapelle wurde von Josef Schupp ins Leben gerufen
  • im Mai 1924 wurde die Wiedergründung einer Sportabteilung beschlossen
  • zur Fastnachtszeit führten einige Mitglieder lustige Theaterstücke auf

Dadurch eroberte sich der Verein wieder einen gewichtigen Platz im kulturellen und religiösen Leben des Dorfes. Einen der absoluten Höhepunkte in der Vereinsgeschichte stellte das mit dem “Musikverein Harmonie” zusammen aufgeführte Passionsspiel dar.

Viele Leute halfen bei den Vorbereitungen, sei es finanziell oder materiell; es war wie ein Fieber, das das Dorf ergriffen hatte. Am 18. März 1928 fand die Uraufführung der Passionsspiele im St. Josefshaus statt. Aus dem Erlös des Passionsspieles, einer Haussammlung und den Spenden mehrerer Elkenrother Unternehmen wurden zwei neue Glocken für die St. Elisabeth-Kirche beschafft.

Anfang 1930 entstanden Streitigkeiten zwischen dem JVE und der Abteilung DJK. In einer Versammlung am 19. März 1930 konnte der Konflikt beigelegt werden und der DJK verzichtete auf die Selbstständigkeit und blieb eine Abteilung des JVEs.